Ausbildungsprämie und weitere Förderungsmaßnahmen für KMU

Donnerstag, 10. September 2020


Die Corona-bedingte Ausbildungsprämie und weiter Förderungsmaßnahmen werden KMU (kleinen und mittleren Unternehmen) mit bis zu 249 Beschäftigten gewährt. Voraussetzungen sind ein Umsatzrückgang von mindestens 60 % bzw. ein Arbeitsausfall von mindestens 50 %. Die Maßnahmen sind zeitlich befristet im Ausbildungsjahr 2020/2021. Die Fördermaßnahmen werden gewährt für die Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen. Praktika sind ausgeschlossen. Es wird nur eine Prämie pro Auszubildendem gezahlt.

Die Maßnahmen:

1. Ausbildungsprämie
Bei Aufrechterhaltung der Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren wird für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig € 2.000,00 gezahlt.

2. Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes
Ausbildungsbetriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen, erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig € 3.000,00.

3. Vermeidung von Kurzarbeit
KMU mit einem Arbeitsausfall von mindestens 50 %, die trotzdem ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 % der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist.

4. Auftrags- und Verbundausbildung
Können KMU die Ausbildung temporär nicht fortsetzen und übernehmen andere KMU zeitlich befristet die Ausbildung, so erhalten diese eine Förderung dafür.

5. Übernahmeprämie
KMU, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen KMU bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten je Auszubildendem eine Prämie von € 3.000,00.

Die Ausbildungsprämie ist bei der Bundesagentur für Arbeit unter folgendem Link zu beantragen:
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern

© SF Wirtschaftsprüfung | Steuerberatung